Schlachtschiff Bismarck mit Tarnbemalung

Maßstab: 1:250
Konstrukteur: Peter Brandt
Schwierigkeitsgrad: sehr schwierig
Teile: 5286 (mit Alternativteilen: 7545)
Länge: 1004 mm
Anleitung: Deutsch und Englisch mit 3D-Illustrationen
Format: DIN A4
Bogen: 60
Artikelnummer: 3964
Auflage: 2. Auflage 2011


Das deutsche Schlachtschiff Bismarck mit Tarnbemalung als High-End-Kartonmodell der HMV-Expert-Serie.

Dargestellt wird der Bauzustand vom 5. Mai 1941 mit der zu diesem Zeitpunkt vohandenen Tarnbemalung. Dieses Modell vereint eindrucksvoll Präzision und Detaillierung auf dem Werkstoff Karton. Mit abnehmbarem Unterwasserschiff und ausführlicher 3D-Bildbauanleitung.

Die Modellhighlights:

  • Höchste Originaltreue und hervorragende Konstruktion auf Grund sehr guter Kontakte zur Werft und zu ehemaligen Besatzungsmitgliedern
  • inklusive Tarnbemalung
  • Abnehmbares Unterwasserschiff
  • Inklusive Bordflugzeug Arado Ar196 in 4 Markierungsvarianten
  • 8 x 38 cm om 4 Doppel-Lafetten, 12 x 15 cm om 6 Doppel-Lafetten, 8 x 10,5 cm in Lafette C/31, 8 x 10,5 cm in Lafette C/37, 10 x 2 cm SLC/30, 2 x 2 cm Flak 30 in Heereslafette, 2 x 2 cm Vierling 38
  • 17 Beiboote
  • Flaggen-Alphabet
  • Modell-Schild
  • 2. verbesserte Auflage inklusive Bericht zur Entstehung der Konstruktion
  • Mit 3D-Grafik vom Schiffswrack am Meeresboden nach Beobachtungen bei der Tauchfahrt mit James Cameron

Die Anleitung ist mit übersichtlichen 3D-Abbildungen versehen, bei denen in einzelnen Bauschritten die Anbringung aller Teile inkl. Teilenummer beschrieben wird. Inklusive Detailfotos des vom bei Blohm & Voss während der Bauzeit der Original-Bismarck entstandenen 1:50 Modells und weiterer Modelle.

Für den Bau dieses hochwertigen Modells benötigen Sie ein scharfes Messer, eine Schere, eine geeignete Schneidunterlage, Klebstoff, ein Stahllineal und eine Pinzette. Zur Darstellung der Takelage ist zusätzlich ein wenig feines Garn notwendig.

Technische Daten:

  • Stapellauf: 14.02.1939 als Neubau Schlachtschiff "F" bei Blohm & Voss, Hamburg
  • Indienststellung: 24.08.1940
  • Länge: 250,5 m
  • Breite: 36 m
  • Tiefgang bei voller Verdr.: 10,2 m
  • Verdrängung: 53.165 t
  • Antrieb: 12 Kessel, 3 Turbinen auf drei Schrauben
  • Leistung: 138.000 PS
  • Geschwindigkeit: 28,374 Kn
  • Klassifizierung: Schlachtschiff, Typschiff der Bismarck-Klasse
  • Schwesterschiff: Tirpitz
  • Besatzung: 2252 Mann
  • Bewaffnung:
    • Schwere Artillerie: 8 x 38 cm in 4 Doppel-Lafetten
    • Mittel-Artillerie: 12 x 15 cm in 6 Doppel-Lafetten
    • Schwere Flak: 8 x 10,5 cm in Lafette C/31, 8 x 10,5 cm in Lafette C/37
    • Leichte Flak ab April 1941: 10 x 2 cm SL C/30, 2 x 2cm Flak 30 in Heereslafette, 2 x 2 cm Vierling 38

Zweieinhalb Jahre nach Kiellegung lief das größte Schlachtschiff der deutschen Marine (nur das später fertiggestellte Schwesterschiff Tirpitz war noch etwas größer) am 14. Februar 1939 bei Blohm & Voss in Hamburg von Stapel und stellte am 24. August 1940 in Dienst.
Die Bismarck war eine direkte Weiterentwicklung der Baden/Bayern-Klasse der Kaiserlichen Marine. Hinsichtlich Rumpfkonstruktion, Panzerung und der 38cm-Zwillingstürme als Hauptbewaffnung stellten Bismarck und Tirpitz eine Höchstleistung in Schiffbau- und Waffentechnik dar.

Nach Erprobungen und Einzelausbildung war das Schiff im Frühjahr 1941 einsatzbereit und verließ Hamburg am 9. März 1941 in Richtung Gotenhafen.
Unter der Leitung des Flottenchefs Admiral Lütjens lief Bismarck gemeinsam mit dem Schweren Kreuzer Prinz Eugen und einer Gruppe aus U-Booten und Hilfsschiffen aus Gotenhafen aus. Operationsbefehl: Angriff auf die Versorgungswege Englands, Handelskrieg möglichst bei Vermeidung von Gefechtsverwicklungen.

Aus Swinemünde kommend stießen am 19. Mai in der mittleren Ostsee die Zerstörer Friedrich Eckhold und Z 23 und aus Kiel der Zerstörer Hans Lody als Sicherung zum Verband. Bei einem Zwischenstopp im Korsfjord erfaßte die britische Luftaufklärung die Schiffe und es wurden folgende britische Schiffe zur Verfolgung entsandt: Die Schlachtschiffe King George V und Prince of Wales, Schlachtkreuzer Repulse und Hood, Flugzeugträger Victorious, die Schweren Kreuzer Norfolk und Suffolk in Begleitung von Leichten Kreuzern, Zerstörern und Trawlern. Lütjens brach allein mit Bismarck und Prinz Eugen in den Atlantik zum Handelskrieg durch.
Am 23. Mai sichtete der Kreuzer Suffolk die deutschen Schiffe und am nächsten Morgen kam es zu dem kurzen aber schweren Seegefecht vor Island, in dessen Verlauf die Hood durch einen Treffer der Bismarck sank und Bismarck beschädigt wurde.
Prinz Eugen und Bismarck setzten ihren Kurs mit verminderter Geschwindigkeit fort. Norfolk und Suffolk nahmen die Verfolgung auf.
Am 24. Mai entließ Admiral Lütjens den Schweren Kreuzer Prinz Eugen, der sich unbemerkt absetzen konnte. Die Bismarck versuchte ihre Verfolger abzuschütteln, als sie von Torpedoflugzeugen vom Typ Swordfish des Flugzeugträgers Victorious angegriffen wurde.

Inzwischen wurden weitere britische Seestreitkräfte zur Suche und zum Angriff auf die Bismarck eingesetzt: Die Schlachtschiffe Rodney und Ramillies, der Leichte Kreuzer Edinburgh und das Gibraltar-Geschwader mit dem Schlachtkreuzer Renown, dem Flugzeugträger Ark Royal und dem Kreuzer Sheffield. Auf dem voraussichtlichen Kurs der Bismarck wurden deutsche U-Boote zusammengezogen.
Am 25. Mai gelang es der Bismarck, die Verfolger abzuschütteln. Sie erreichte den freien Atlantik und nahm Kurs auf St. Nazaire, wobei sie mit südöstlichem Kurs hinter den südwestlich steuernden britischen Einheiten entlang lief, ohne, daß eine der beiden Seiten dies bemerkte. Am 26. Mai konnte ein Catalina-Flugboot die Bismarck wieder ausmachen und das Gibraltar-Geschwader wurde nun auf das Schlachtschiff angesetzt. Swordfish-Torpedoflugzeuge der Ark Royal griffen die Bismarck an. Ein Treffer in die Ruderanlage machte das Schlachtschiff manövrierunfähig, es kam vom Kurs auf die französische Küste ab und steuerte nach Nordwesten. Die deutschen U-Boote befanden sich zu diesem Zeitpunkt zu weit westlich, um eingreifen zu können.

Im Laufe der Nacht nahm die Bismarck den polnischen Zerstörer Piorun unter Feuer. Am nächsten Morgen griffen die Schlachtschiffe Rodney und King George V und die Kreuzer Norfolk und Dorsetshire die Bismarck zum letzten Mal an. Nach stundenlangem Beschuß sank das Schlachtschiff. Von der Besatzung überlebten nur 115 Mann.

Im Mai 2002 erfolgte unter der Leitung von James Cameron eine Tauchexpedition zum Wrack der Bismarck. Die Filmaufnahmen scheinen die Aussagen der Überlebenden zu bestätigen, wonach die Besatzung ihr Schiff selbst versenkt hatte.

Dieses Modell stellt die Bismarck im Bauzustand vom 5. Mai 1941 mit der zu diesem Zeitpunkt vohandenen Tarnbemalung dar.


Modell gebaut von Herrn Gilles
 
 
 
Modell gebaut von Horst Lücke, Bremerhaven 2013