Stückgutfrachter MS Bleichen

 

Maßstab: 1:250
Konstrukteur: Peter Brandt
Schwierigkeitsgrad: mittel
Teile: 426 (mit Alternativteilen: 1033)
Länge: 374 mm
Anleitung: Deutsch und Englisch mit 3D-Illustrationen
Format: DIN A4
Bogen: 8
Artikelnummer: 3374
Auflage: 2. Auflage 2011

Hochwertiger Kartonmodellbaubogen für ein Wasserlinienmodell in gewohnter HMV-Spitzenqualität

Der Modellbaubogen:
Aus dem Bogen kann wahlweise eine detaillreiche Version mit 1033 Teilen oder eine einfachere Version mit 426 Teilen gebaut werden. Die Zusatzteile für die detaillierte Version sind übersichtlich in einem Extrateil im Anhang angeordnet. Eine 3D-Skizzenbauanleitung erläutert den Zusammenbau. 2 Seiten Farb- und s/w-Fotografien vom Original sowie ein Text zur Geschichte der MS Bleichen vervollständigen den wunderbaren Bogen.

Zur Geschichte:
1958 beauftragte die Hamburger Reederei H. M. Gehrckens (H.M.G.) die Schiffswerft Nobiskrug in Rendsburg mit dem Bau eines Motorschiffes für den Einsatz in der Ostsee, dem angestammten Fahrtgebiet der Gehrckens-Flotte. Zwei Monate nach dem Schwesterschiff Borgesch lief die BLEICHEN im Juni 1958 von Stapel. Sie war das vierte und letzte Schiff aus einer erfolgreichen Serie der Bauwerft von mittelgroßen Stückgutfrachtern mit dem Brückenaufbau Mittschiffs und der Maschine Achtern für die Reederei Gehrckens.

Eingesetzt im Liniendienst transportierte die BLEICHEN von Hamburg Stückgut nach Schweden und Finnland. Die Rückladung bestand aus Zeitungspapier in Rollen, bestimmt für den Springer-Konzern, und Schnittholz als Decklast.

Für die Eisfahrt in der Ostsee wurde der Rumpf der BLEICHEN extrastark gebaut und das Schiff erhielt die höchste finnische Eisklasse. Trotzdem konnte die Eislage das Anlaufen von Ostseehäfen verhindern. In diesen Fällen beorderte Gehrckens seine Schiffe nach Westafrika. Von dort brachte die BLEICHEN Tropenholz („Logs“), Kakaobohnen oder Erdnüsse nach Hamburg.

Nach 12 Jahren im Reedereibesitz wurde die BLEICHEN 1970 verkauft und das Schiff in CANALGRANDE umbenannte. 1979 erwarb ein türkischer Reeder den Frachter und setzte ihn - zuletzt unter dem Namen OLD LADY - im Mittelmeer und im Schwarzen Meer ein.

Obwohl Massengut in den letzten Jahren als Ladung bestimmend war, ist das nicht mehr erforderliche, aufwendige Ladegeschirr mit seinen Ladewinden und -bäumen erhalten geblieben. Auch sonst zeigt sich das Schiff äußerlich wie in seinem Originalzustand aus 1958.

Ein Grund mehr für einen Besuch in Hamburg!
Die BLEICHEN ist Teil des Hafenmuseums Hamburg.
Die Besichtigungszeiten von Ostern bis Ende Oktober sind Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr. Weiter Informationen über den Anfahrtsweg und die Eintrittspreise finden Sie unter "www.msbleichen.de