Hafenanlagen - Hafenkräne 1

Maßstab: 1:250
Konstrukteur: Peter Brandt
Schwierigkeitsgrad: mittel
Teile: 728
Höhe: 95 mm
Anleitung: Deutsch und Englisch mit 3D-Illustrationen
Format: DIN A4
Bogen: 4
Artikelnummer: 3467
Auflage: 1. Auflage 2012


Gleich vier Portalkräne und vier Halportalkräne sind in diesem Bogen enthalten. Dieser Krantyp ist typisch für die 20er und 30er Jahre, aber auch noch lange nach dem zweiten Weltkrieg waren solche Kräne im Hamburger Hafen anzutreffen.

Die Modellhighlights:

  • Vier Halbportalkräne und vier Vollportalkräne in einem Bogen
  • Detaillierte Grafik der Knotenbleche, Nieten und Verschraubungen
  • Filigrane Kranausleger mit Haken und Rollen
  • Kranhäuschen in zwei verschiedenen Farbtönen

Seit Jahrhunderten werden Güter mit Schiffen über die Meere und Flüsse transportiert. Heutzutage wird der größte Teil der Waren in Containern verschifft. Der Siegeszug dieses Tranportmittels hat die klassische Stückgutverladung weitgehend verdrängt. In den 30er Jahren aber nahm bereits der weltweite Handel immer mehr zu und Hafenbehörden und Logistikunternehmen waren vor große Herausforderungen gestellt.

Im Hamburger Hafen beispielsweise waren in den ältesten Hafenbereichen (Sandtor-, Grasbrook-, Stand-, Magdeburger, Brootkor-, Baaken- und Kirchenpauerhafen) beinahe alle Flächen belegt, so dass dort lediglich der Schuppen 33 im Jahre 1926 dazugebaut werden konnte. Durch die Verlegung des Petroleumhafens nach Waltershof stand nun diese Fläche zur Umnutzung zur Verfügung. Am Kamerunkai entstanden in der Zeit von 1920 bis 1926 die Schuppen 60 bis 62. Schuppen 59 am Windhudkai folgte im Jahr 1930.

Über dieses Gebiet erstreckt sich heute übrigens die Hafen City. Auch der nebenanliegende Indiahafen, der bis dahin für Freiladeverkehr - also die direkte Verladung vom Schiff in den Eisenbahnwaggon genutzt wurde, bekam nun Kaischuppen für den Stückgutumschlag. Bis 1938 wuchs die Lagerfläche in den Kaischuppen des Hamburger Hafens auf die stolze Zahl von 725.572 qm an. Lediglich 9,8 % dieser Fläche, also 71.329 qm waren nach Ende des zweiten Weltkriegs noch erhalten.

Die Portal- und Halbportalkräne in diesem Bogen sind typische Vertreter der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts. Beispielsweise im Sandtorhafen oder am Kronprinzenkai im Kaiser-Wilhelm-Hafen kamen diese Kräne zum Einsatz. In letzterem blieben die Kräne sogar von den Kriegszerstörungen verschont, obwohl die Schuppen nicht überlebt haben. Gemäß Hitlers "Nero-Befehl" hätte das ganze Gebiet zerstört werden sollen. Konteradmiral Hans Bütow als Leiter der Kriegsmarinestelle Hamburg widersetzte sich diesem Befehl jedoch und so konnten die Kräne auch nach dem Krieg noch ihren Dienst im Hamburger Hafen versehen.

Der Neuanfang im Hafen nach dem Krieg war mit den alten Anlagen natürlich deutlich einfacher. Und erst in diesem Jahrtausend sind die letzten Kräne dieser Bauart aus dem aktiven Dienst verschwunden. Ein einzelner Portalkran kann heute noch in der Hafencity bewundert werden.

Dieser Modellbogen passt hervorragend zum Kaispeicher 1 und dem dazugehörigen Verwaltungsgebäude und zusammen mit der Hafenbahn, und Schiffen wie der Feldmarschall, Dampfer Schwan oder auch der Sloman Alstertor läßt sich ein wunderschönes Diorama gestalten.