TS Hanseatic

 

Maßstab: 1:250
Konstrukteur: Peter Brandt
Schwierigkeitsgrad: schwierig
Teile: 1335 (mit Alternativteilen: 1830)
Länge: 810 mm
Anleitung: Deutsch und Englisch mit 3D-Illustrationen
Format: DIN A4
Bogen: 26
Artikelnummer: 3322
Auflage: 2. Auflage 2011

Der Bogen stellt das Schiff mit der wechselvollen Geschichte, in deutschen Diensten im Volksmund auch "Die schöne Hamburgerin" genannt, bei Indienststellung 1958 als "Hanseatic" dar. Als Wasserlinienmodell baubar.

Die Modellhighlights:

  • Hochdetaillierte Decksaufbauten
  • 22 Rettungsboote
  • Tennisplatz
  • Swimmingpool
  • Sonnenliegen
  • Sitzbänke
  • Flaggen-Alphabet
  • Signalflaggen
  • Hoheitsflaggen
  • Detaillierte Anker

 

Die Anleitung ist mit übersichtlichen 3D-Abbildungen versehen, bei denen in einzelnen Bauschritten die Anbringung aller Teile inkl. Teilenummer beschrieben wird.
Für den Bau dieses schönen Modells benötigen Sie, ein scharfes Messer, Klebstoff, ein Stahllineal und eine Pinzette. Zur Darstellung der Takelage ist zusätzlich ein wenig feines Garn notwendig.

Passagierschiff TS Hanseatic

  • Stapellauf: 17.12.1929
  • Bauwerft: Fairfield Shipbuilding Co. Glasgow
  • Indienststellung als Empress of Japan: 14.06.1930
  • Umbau: Howaltswerke Hamburg
  • Indienststellung als Hanseatic: 1958
  • Länge: 203,1 m (205,15 m nach Umbau)
  • Breite: 25,5 m
  • Verdrängung: 30.030 Brt
  • Antrieb: 2 Satz Getriebeturbinen Bauwerft, 6 Yarrow-Kessel
  • Geschwindigkeit: 21, max. 23 Kn
  • Fahrgastplätze: 85 Personen 1. Klasse, 1191 Pers. Touristen-Klasse

 

Die Hanseatic hatte eine sehr bewegte Vergangenheit. 1930 wurde dieses Schiff auf der Fairfield Werft in Govan bei Glasgow in Schottland als Empress of Japan für die Canadian Pacific Railway gebaut, die es im Transpazifikdienst zwischen Vancouver in Kanada und Yokohama in Japan einsetzte. Der damals schneeweiße Turbinendampfer mit drei gelben Schornsteinen war seinerzeit mit einer Geschwindigkeit von 21 bis maximal 23 kn das schnellste Fahrgastschiff im planmäßigen Dienst auf dieser Route und erwarb das blaue Band des Pazifiks. Nach dem Kriegseintritt Japans an die Seite der Achsenmächte wurde das Schiff auf den Namen Empress of Scotland umbenannt. Achteinhalb Jahre war es im Truppentransportdienst eingesetzt und legte in dieser Zeit 712.000 Meilen zurück.

Im Mai 1948 wurde die Empress of Scotland aus dem Kriegsdienst entlassen und wieder zurückgebaut zum zivilen Fahrgastschiff. Das Promenadendeck wurde vollständig verglast und das Schiff, jetzt mit weiß-roten Schachbrettmustern an gelben Schornsteinen, verkehrte nun im Liniendienst zwischen Liverpool in England und Quebec in Kanada. 1952 wurde der Dienst nach Montreal ausgeweitet, wobei man die Masten verkürzte, damit das Schiff die Quebec-Bridge unterqueren konnte. Kreuzfahrten von New York aus in die Karibik kamen in den Wintermonaten hinzu.

Mitte der 1950er Jahre hatte die Canadian Pacific Reederei in London zwischenzeitlich zwei neue Liner in Fahrt gebracht, die Empress of Britain (als Ersatz für das im Krieg verlorengegangene Schiff gleichen Namens) und die baugleiche Empress of England, sodass die Empress of Scotland entbehrlich war und Ende 1957 aus Rentabilitätsgründen aufgelegt wurde.

Im selben Jahr wurde durch den Hamburger Schifffahrtskaufmann Axel Bitsch Christensen und den Vorsitzenden der Homelines Nicos Vernicos Eugenides die Hamburg Atlantik Linie gegründet, die Anfang 1958 ins Schifffahrtsregister eingetragen wurde. Mit einer zusätzlichen Bürgschaft der Stadt Hamburg wurde der mittlerweile 28 Jahre alte Dampfer von dieser Gesellschaft angekauft und unter dem Interimsnamen Scotland nach Hamburg überführt. Die Howaldtswerke hatten neben sehr dürftigen Unterlagen über das Schiff nur die knappe Zeit von 6 Monaten für den Umbau zur Verfügung. Die gravierendsten Veränderungen waren das Vorsetzen eines moderneren Bugs, die Umge-staltung der Brückenfront und das Ersetzen der bisherigen drei Schornsteine durch zwei voluminösere. Der dritte Schornstein wurde durch eine Lüftergruppe ersetzt. 1962 wurden die Abgasrohre der Schornsteine verlängert und durch zwei Gitterhauben umgeben, was die Rauch-belästigung sehr verringerte. Schnell erfreute sich das Schiff großer Popularität, besonders an der Nordseeküste.

Im September 1966 enstand im Hafen von New York durch eine brüchig gewordene Brennstoff-leitung ein Brand im Hilfsdieselraum, der einen so großen Schaden anrichtete, dass sich eine Instand-setzung nicht mehr lohnte, zumal sich die Schäden durch Löschwasser und weitere Brandbekämpfung noch vergrößert hatten. Man ließ das äußerlich fast unbeschädigte Schiff durch zwei Hamburger Bergungsschlepper nach Hamburg überführen. Nach einer nochmaligen Untersuchung durch die Versicherer kam man zu dem Entschluss, es an die Eisen und Metall AG Hamburg zum Verschrotten zu verkaufen, was dann Anfang Dezember desselben Jahres geschah.