Verarbeitung von Lasercutteilen

HMV Lasercutteile sind aus farbigem Karton gelasert und müssen normalerweise nicht bemalt werden. Eine Ausnahme bildet lediglich der Farbton Weiß. Auch bei noch so genauer Justierung der Maschine entstehen doch so genannte Schmauchspuren. Immerhin ist der Laservorgang nichts anderes als ein Brennvorgang und wenn Papier brennt entsteht Rauch bzw. Asche. Das meiste wird von der Absauganlage gleich erwischt und entsorgt, aber es bleiben immer ganz leichte Schmauchspuren auf dem gelaserten Material. Davon läßt sich wieder der größte Teil mit einem feinen Pinsel entfernen aber auch dann wird ein kleiner Rest über bleiben. Das ist normalerweise nicht zu sehen, aber bei weißem Material ist das nachher zu sehen und die Teile wirken dann leicht „schmutzig“. Beim Bau eines rostigen Seelenverkäufers mag das der gewünschte Effekt sein, meist ist jedoch Zielsetzung, das Modell in einem einwandfreien Zustand – wie von der Werft abgeliefert – zu bauen. Dann kommt man um die Lackierung der weißen Teile nicht drum herum.

Das Lackieren von HMV Lasercutteilen ist einfach. Das Material ist so ausgesucht, dass ein Farbauftrag kein Problem darstellt. Die Lackierung sollte erfolgen, solange die Teile noch in der „Platine“ hängen. Wir haben Erfahrungen mit zwei Farben gesammelt und sind in beiden Fällen mit dem Ergebnis zufrieden: Revell Aquacolor läßt sich gut mit dem Pinsel auftragen. Natürlich aufpassen, dass die Teile nicht mit dem Pinsel beschädigt werden. Mit der Wäscheklammer aufhängen und trocknen lassen. Alternativ haben wir die Sprühfarben von Tamiya ausprobiert. Das ist zwar etwas teurer, aber das Ergebnis überzeugt allemal. Aber Vorsicht – das Lackieren mit der Sprühdose ist natürlich nicht wohnzimmertauglich. Wer möchte, kann natürlich auch alle anderen Teile mit den jeweiligen Farben lackieren. Aufgrund der eingeschränkten Auswahl an Papieren kann es doch immer mal vorkommen, dass der Farbton der Laserteile nicht perfekt mit den gedruckten Bogen übereinstimmt. Ein angenehmer Nebeneffekt der Lackierung ist, dass die Teile zusätzliche Stabilität bekommen. Achtung – filigrane Gitter, die übrigens bei HMV Lasersätzen teilweise einen Gitterabstand von nur 0,2 mm haben, sollten nicht lackiert werden. Die Zwischenräume setzen sich sofort zu.

Anfangs haben wir empfohlen, die Lasercutteile vor der Verarbeitung mit Textilverstärker zu behandeln. Wir halten das heute nicht mehr für notwendig. Da wir inzwischen viele neue Papier gefunden haben, die deutlich bessere Eigenschaften aufweisen, verwenden wir für den Bau unserer Modelle keinen Textilverstärker mehr. Die Teile haben auch so ausreichend Stabilität. Und sollte doch einmal ein Teil beschädigt werden, so ist das beim Laserteil glücklicherweise kein Problem. Da alles aus Papier ist, sind Reparaturen leicht und schnell gemacht.

Das Verkleben von Lasercutteilen ist einfach. Da alles aus Papier ist, kann einfach der gleiche Kleber wie für das Modell verwendet werden. Wir machen gute Erfahrungen mit Weißleim, da man mit diesem Kleber auch mal etwas großzügiger umgehen kann, wenn es ein Weißleim ist, der rückstandsfrei wegtrocknet. Der Einsatz von Sekundenkleber empfiehlt sich nicht. Grundsätzlich sind aber alle Kleber, die für das Verkleben von Papier gedacht sind, brauchbar.