Notschlepper Nordic

Maßstab: 1:250
Konstrukteur: Peter Brandt
Schwierigkeitsgrad: schwierig
Teile: 1127 (mit Alternativteilen: 1757)
Länge: 312 mm
Anleitung: Deutsch und Englisch mit 3D-Illustrationen
Format: DIN A4
Bogen: 12
Artikelnummer: 3432
Auflage: 1. Auflage 2010


Der neue Notschlepper Nordic ist pünktlich zur Taufe des Originals vom HMV als Kartonmodell veröffentlich worden. Die Nordic kann wahlweise mit Unterwasserschiff oder als Wasserlinienmodell gebaut werden.

Die Modellhighlights:

  • Brücke mit Inneneinrichtung
  • Detaillierter Kran
  • Speedboot und Arbeitsboot
  • Filigraner Schornstein- und Mastaufbau
  • Detailreiche Winden

Notschlepper Nordsee

  • Bauwerft: Peenewerft Wolgast, jetzt P+S Werften GmbH
  • Indienststellung: 2010
  • Länge: 78 m
  • Breite: 16,4 m
  • Tiefgang: 6 m
  • Verdrängung: 3.300 t
  • Antrieb: 2 MTU-Diesel mit je 20 Zylindern und je 8.600 KW, 2 Berg Propulsion Verstellpropeller mit je 4 Meter Durchmesser, 3 Querstrahlruder
  • Schleppeinrichtung: 2 Winden mit je 1.200 Metern Schleppseil
  • Kran: 6,5 t Hydraulikkran
  • Geschwindigkeit: 19,6 Kn
  • Pfahlzug: 200 t
  • Besatzung: 12 Mann

Kurz nach dem Unglück der Sea Empress vor der Küste von Wales entschied der damalige Verkehrsminister Wissmann, dass die Bundesrepublik über einen nur für Notfälle bereitstehenden Notschlepper verfügen sollte. Die Wahl fiel auf den bekannten Bergungsschlepper Oceanic der Hamburger Bugsier, die seitdem als Notschlepper vor der deutschen Nordseeküste eingesetzt ist.

Im Jahr 2006 befaßte sich der Bundestag erneut mit dem Thema Notschlepper Nordsee nicht zuletzt deshalb, weil die Oceanic, die ja 1969 in Dienst gestellt wurde, doch bereits ein ordentliches Alter erreicht hat. Nach einigem Hin und Her entschied sich der Bundestag für einen Neubau, der die vom Ministerium geforderten Eckdaten sogar deutlich übertreffen sollte. Und der neue Notschlepper sollte in gefährlicher Atmosphäre agieren können. Damit darf die Nordic als erster Schlepper der Welt auch bei havarierten Schiffen Hilfe leisten, bei denen giftige oder explosive Stoffe austreten.

Die Vorgaben für den neuen Schlepper lauteten: 19,5 Knoten, 200t Pfahlzug und einsetzbar in gefährlicher Atmosphäre. Den Zuschlag bekam die Arbeitsgemeinschaft Küstenschutz, die von den Unternehmen Bugsier, Fairplay, Urag und Wiking Helikopter im Jahre 2001 gegründet worden war.

Im Wesentlichen wird die Nordic die Aufgaben der in die Jahre gekommenen Oceanic übernehmen: Havaristen zur Hilfe zu kommen, bis diese von kommerziellen Bergungsunternehmen übernommen werden können und damit die deutschen Küsten vor unmittelbaren Gefahren zu bewahren. Das Notschleppkonzept der Bundesregierung sieht eine Eingreifzeit von weniger als 2 Stunden vor und der neue Notschlepper wird zur Erfüllung einen wesentlichen Beitrag leisten.

Besonderen Wert wurde seitens des Auftraggebers auf umfangreiche Ausbildungsmöglichkeiten an Bord gelegt. So können auf der Nordic ohne Schwierigkeiten Auszubildende beider Geschlechter gleichzeitig untergebracht werden. Die Ausbildungsquartiere sind großzügig bemessen und laden förmlich ein, sich zu bewerben.