Hafenanlagen - Verwaltungsgebäude

Maßstab: 1:250
Konstrukteur: Peter Brandt
Schwierigkeitsgrad: mittel
Teile: 131 (mit Alternativteilen: 150)
Breite: 188 mm
Anleitung: Deutsch und Englisch mit 3D-Illustrationen
Format: DIN A4
Bogen: 4
Artikelnummer: 3465
Auflage: 1. Auflage 2012


Keine Hafenverladung ohne die zugehörigen Verwaltungsgebäude. Der zweite Bogen der HMV-Hafenanlage passt hervorragend zum Kaispeicher 1 und besticht durch seine authentische Grafik und hohe Detaillierung im HMV-Stil

Die Modellhighlights:

  • Eck-Modul mit Verwaltungsgebäude, Anleger und Drehscheibe für Waggons
  • Zweites Modul mit Verwaltungsgebäude für die andere Seite des Kaispeichers
  • Anleger mit Brücke und Wartehäuschen für Hafenarbeiter und Büroangestellte
  • Klassische Hafenbarkasse

Seit Jahrhunderten werden Güter mit Schiffen über die Meere und Flüsse transportiert. Heutzutage wird der größte Teil der Waren in Containern verschifft. Der Siegeszug dieses Tranportmittels hat die klassische Stückgutverladung weitgehend verdrängt. In den 30er Jahren aber nahm bereits der weltweite Handel immer mehr zu und Hafenbehörden und Logistikunternehmen waren vor große Herausforderungen gestellt.

Im Hamburger Hafen beispielsweise waren in den ältesten Hafenbereichen (Sandtor-, Grasbrook-, Stand-, Magdeburger, Brootkor-, Baaken- und Kirchenpauerhafen) beinahe alle Flächen belegt, so dass dort lediglich der Schuppen 33 im Jahre 1926 dazugebaut werden konnte. Durch die Verlegung des Petroleumhafens nach Waltershof stand nun diese Fläche zur Umnutzung zur Verfügung. Am Kamerunkai entstanden in der Zeit von 1920 bis 1926 die Schuppen 60 bis 62. Schuppen 59 am Windhudkai folgte im Jahr 1930.

Über dieses Gebiet erstreckt sich heute übrigens die Hafen City. Auch der nebenanliegende Indiahafen, der bis dahin für Freiladeverkehr - also die direkte Verladung vom Schiff in den Eisenbahnwaggon genutzt wurde, bekam nun Kaischuppen für den Stückgutumschlag. Bis 1938 wuchs die Lagerfläche in den Kaischuppen des Hamburger Hafens auf die stolze Zahl von 725.572 qm an. Lediglich 9,8 % dieser Fläche, also 71.329 qm waren nach Ende des zweiten Weltkriegs noch erhalten.

Unser Modell zeigt ein typisches Verwaltungsgebäude eines Kaispeichers der 30er Jahre. Als Vorbild dienten die Verwaltungsgebäude am Schuppen 52 beim Hamburger Hafenmuseum. Ähnliche Gebäude lassen sich aber bis heute an verschiedenen Stellen im Hamburger Hafen finden und sind inzwischen teilweise begehrte Wohn- und Büroimmobilien geworden. Damals wurden in solchen Verwaltungsgebäuden die Formalitäten abgewickelt während nebenan der Kai vor Fässern, Kisten, LKW, Transportern, Waggons und natürlich Hafenarbeitern nur so wimmelte.
Arbeiter und Angestellte kamen morgens häufig mit Barkassen zu Ihrem Arbeitsplatz, da der Wasserweg häufig schneller und kürzer war, als der Landweg. Ein kleiner Anleger darf bei einer richtigen Kaianlage also nicht fehlen. Der rege Verkehr der Hafenbahn machte aufgrund der teilweise beengten Verhältnisse Drehscheiben unausweichlich. Waggon für Waggon wurde hier gedreht und zum nächsten Kai verschoben.

Dieser Modellbogen passt hervorragend zum Kaispeicher 1 des HMV und zusammen mit der Hafenbahn, den Kränen und Schiffen wie der Feldmarschall, Dampfer Schwan oder auch der Sloman Alstertor läßt sich ein wunderschönes Diorama gestalten.

Zur Ausgestaltung empfehlen wir, die Anlage je nach "Einsatzgebiet" auf Platten zu montieren. Die Wasserfläche läßt sich z. B. mit Wasserfolie aus dem Modelleisenbahnhandel erstellen. Alternativ ist eine Gestaltung mit Kunstharz natürlich ebenso möglich.