Peilschiff Zenit

Maßstab: 1:250
Konstrukteur: Till Schade
Schwierigkeitsgrad: mittel
Teile: 231 (mit Alternativteilen: 265)
Länge: 120 mm
Breite: 27 mm
Höhe: 53 mm
Anleitung: Deutsch und Englisch mit 3D-Illustrationen
Format: DIN A4
Bogen: 2
Artikelnummer: 3430
Auflage: 2. Auflage 2013

Klein und fein kommt die farbenfrohe Zenit daher.

Das sehr beliebte Modell der Zenit ist bereits in der zweiten Auflage. Auch wenn das Modell grundsätzlich kaum verändert wurde, haben wir aber nun die Inneneinrichtung der Brücke beigefügt. Die Zenit kann also nun noch etwas detaillierter gebaut werden.

Die Modellhighlights:

  • eleganter Rumpf
  • Brücke mit kompletter Inneneinrichtung
  • filigraner Kran
  • detaillierter Mast mit Signalkörpern
  • Ankerwinde mit Details
  • fein ausgearbeitetes Rettungsboot


Die farbenfrohe Zenit ist das erste Modell gewesen, dass vom Konstrukteur Till Schade veröffentlicht wurde. Die hervorragende Passqualität und cleveren Lösungen passen hervorragend zur Philosphie des HMV. Die Anzahl der Details auf dem kleinen Peilschiff ist vorbildbedingt überschaubar, aber auch nicht zu unterschätzen.

Der Bau des Modells bereitet keine größeren Probleme. Dennoch ist der Rumpf nicht ganz so schlicht, wie es auf den ersten Blick erscheint und zwei Einschnitte, einer am Bug und einer im mitteleren Bereich, sind für eine originalgetreue Wiedergabe des Rumpfes notwendig. Steht der Rumpf aber erstmal, geht es gut von der Hand. Der filigrane Kran, das Beiboot und der Mast sind natürlich detailliert, aber bei Nutzung des separat erhältlichen Lasercutsatzes werden auch diese Bauschritte einfach und überschaubar.

Mit den beiliegenden Signalkörpern läßt sich die Zenit auch "bei der Arbeit" darstellen. Die Signalführung Ball-Rhombus-Ball senkrecht übereinander zeigt an, dass das Schiff manövrierbehindert ist, im Fall der Zenit also normalerweise gerade arbeitet. Die auf der anderen Mastseite angebrachten Laternen haben die gleiche Funktion bei Nacht. Im Hafen oder bei normaler Fahrt werden diese Signalkörper natürlich nicht geführt.

Technische Daten:

  • Bauwerft: Fassmer GmbH & Co. KG
  • Indienststellung: 05.02.2004
  • Länge: 30,00 m
  • Breite: 6,50 m
  • Tiefgang: 2,00 m
  • Verdrängung: 108 t
  • Antrieb: Schiffsdieselmotor Cummins KTA 19-M3, 447 kW
  • Geschwindigkeit: 12,5 Kn
  • Besatzung: 3 Mann


Bei der Seevermessung wird der unter Wasser liegende, nicht einsehbare Teil der Erdoberfläche erfasst und dargestellt. Beim sogenannten "Peilen" werden die Wassertiefen gemessen, die Positionen bestimmt, an denen die Messungen vorgenommen wurden und die dazugehörige Zeit registriert. Zur Durchführung von Peilungen sind Vermessungsschiffe wie das Peilschiff Zenit erforderlich.

Es handelt sich bei dem Neubau um eine bewährte Fassmer-Konstruktion, die bereits in ähnlicher Form 1998 und 1999 für die Wasser- und Schifffahrtsämter (WSA) Emden und WSA Wilhelmshaven realisiert wurde und seitdem erfolgreich im Einsatz ist.

Der Erfolg dieser Schiffe begründet sich in den guten Seegangs- und Manövriereigenschaften durch eine optimale Anpassung an die Seegangsverhältnisse im Einsatzgebiet, wie auch durch ein Höchstmaß an Sicherheit und hohe Wirtschaftlichkeit.

Mit der Indienststellung der Zenit im WAS Bremerhaven wurde das in Zusammenarbeit mit dem WAS Bremen (hier Indienstellung des Vermessungsschiffes Nadir im Jahr 2003) entwickelte Peilkonzept für die Durchführung der Peilaufgaben auf der Bundeswasserstrasse Weser (mit­­ Nebenflüssen) umgesetzt.

Mit dieser Maßnahme sollte der bisherige Fahrzeugbestand von vier Vermessungseinheiten auf zwei Fahrzeuge gesenkt werden und gleichzeitig der Personalaufwand von bislang zwölf Mann Stammbesatzung auf nun sechs Mann gesenkt werden (je Schiff drei Mann Stammbesatzung). Die Zenit übernimmt dabei die Aufgaben, auch bei widrigem Wetter und Seegang zu vermessen. Als "Tiefgänger" ist sie bestens für die Vermessung der Außenweser geeignet, kann jedoch insbesondere die flachen Gebiete der Unterweser nicht bearbeiten. Hierfür ist seit Mai 2003 die Nadir beim WSA Bremen im Einsatz.

Zu den Aufgaben der Zenit gehören:

  • Verkehrssicherung
  • Baggerkontrolle
  • Gewässerkontrolle
  • Bauwerkssicherung
  • Bauwerksplanung

Der Entwurf des Schiffes wurde als Multi-Knickspant realisiert. Mit einer Festpropelleranlage und einem speziellen Flossenruder verfügt das Schiff über einen sehr stabilen Geradeauslauf, was für die Peilung unerläßlich ist. Durch die Bugstrahlanlage hat die Zenit hervorragende Manövriereigenschaften. Zusätzlich zum Fahrstand befindet sich auf der Brücke das komplett eingerichtete Vermessungsbüro.

Modell gebaut von Benjamin Fentens