Zollkreuzer Helgoland / Borkum

Maßstab: 1:250
Konstrukteur: Peter Brandt / Andreas Jacobsen
Schwierigkeitsgrad: schwierig
Teile: 1490
Länge: 199 mm
Anleitung: Deutsch, Englisch, Bildbauanleitung
Format: DIN A4
Bogen: 12
Artikelnummer: 3434
Auflage: 1. Auflage 2015

Begonnen wurde diese ungewöhnliche Konstruktion von Peter Brandt - Andreas Jacobsen führte Sie mit Sachverstand und Liebe zum Detail zuende. Das Modell besticht durch zahlreiche Details und reiht sich hervorragend in die Reihe von Mellum und Nordic mit ein.

Die Modellhighlights:

  • SWATH-Rumpf
  • Detailliertes Speedboot
  • Filigraner Bootskran
  • Wahlweise mit Brückeninneneinrichtung
  • Wahlweise als Vollrumpfmodell baubar
  • Vobildgetreuer Mastaufbau
  • auch als Schwesterschiff Borkum baubar

Allein die ungewöhnliche Bauweise als SWATH-Schiff macht die Helgoland zu einem besonderen Modell. Die beiden torpedoähnlichen Rumpfkörper sind detailgetreu mit Schrauben und Ruderanlage dargestellt. Das Unterwasserschiff ist wahlweise bzw. abnehmbar baubar.

Die zahlreichen Details im Modell lassen das Herz des erfahrenen Kartonmodellbauers direkt höher schlagen. ausgestattet mit einem größeren Speedboot und einem weiteren kleineren Schlauchboot, Kränen, Winden und jede Menge Deckszubehör wird einem beim Bau ganz sicher nicht lanweilig. Der Mast jedoch hat es richtig in sich.

Aus dem Modellbogen kann wahlweise die Helgoland oder auch das Schwesterschiff Borkum gebaut werden. Die kleine Unterschiede zwischen den beiden Schiffen sind selbstverständlich berücksichtigt und so finden sich im Bogen einige Teile, die speziell für eines der beiden Schiffe gedacht sind.


Technische Daten:

  • Bauwerft: Nordseewerke Emde, Deutschland
  • Indienststellung: 2009 / 2010
  • Länge: 49,35 m (Lüa)
  • Breite: 19,00 m
  • Tiefgang: 4,55 m
  • Vermessung: 1.559 BRZ
  • Geschwindigkeit: 20 kn
  • Maschine: 4 x MTU 16V 4000 M40B, 2x Siemens Asynchronmotor
  • Leistung: 4 x 2.200 kw, 2 x 3.800 kw
  • Einsatzdauer: 7 Tage
  • Besatzung: 13 + 8

Das Beschaffungsamt der Bundeszollverwaltung vergab im Dezember 2006 den Auftrag zum Bau von zwei neuen Zollschiffen in SWATH-Bauweise an die Nordseewerke in Emden. Die Helgoland stellte am 4. August 2009 in Dienst und wenig später, nämlich am 3. Februar 2010 folgte die Borkum.

SWATH steht für "Small Waterplane Area Twin Hull", was ins Deutsche ungefähr mit "Doppelrumpf mit geringer Wasserlinienfläche" übersetzt werden kann. Diese spezielle Rumpfform wurde bereits 1938 von Frederick George Creed der Britischen Marine vorgestellt und 1946 erhielt Creed auf seine Entwicklung ein Patent im Vereinigten Königreich. SWATH Schiffe haben unter Wasser zwei torpedoförmige Auftriebskörper und auf Stützen bzw. zwei schmalen Trägern ruht eine Plattform, die sich komplett oberhalb der Wasserlinie befindet. Auf diese Weise wird eine minimale Wasserlinienfläche gebildet. Diese Bauart ist besonders unempfindlich gegen Seegang und liegt auch bei schwerem Seegang vergleichsweise ruhig im Wasser. Außerdem ermöglicht das SWATH-Konzept höhere Geschwindigkeiten in rauer See, was für einen Zollkreuzer natürlich von besonderer Bedeutung ist.

Die beiden Schiffe sind in Cuxhaven stationiert und ersetzten mit Ihrer Indienststellung vier ältere Zollboote. Neben den Aufgaben aus der Zollverwaltung - also die Kontrolle der Einhaltung der Zollvorschriften auf der Nordsee, der Verhinderung von Schmuggel, der Bekämpfung von grenzüberschreitender Kriminalität und der Erhebung von Zöllen und Verbrauchssteuern, übernehmen beide Schiffe auch grenz- und schifffahrtspolizeiliche Aufgaben, Aufgaben der Fischereikontrolle und des Umweltschutzes.

Helgoland und Borkum sind mit einem diesel-elektrischen Antrieb ausgestattet. Die vier auf dem Hauptdeck platzierten Dieselgeneratoren erzeugen die Energie für das Bordnetz und für den Antrieb der beiden Siemens Asynchronmotoren, die in den torpedoförmigen Unterwasserschwimmern eingebaut sind. Die Schiffe sind mit modernsten Kommunikationseinrichtungen ausgestattet und auch ein Bordhospital gehört zum Standard. An der Steuerbordseite befindet sich eine Plattform, die bis zur Wasseroberfläche abgesenkt werden kann, so dass ein sicherer Zugang zum Wasser bzw. zu Fahrzeugen mit niedrigerem Freibord gewährleistet ist. Das 8,5 m lange und 40 kn schnelle Festrumpfschlauchboot dient als Kontrollboot und wird mit einem C-Davit mit Seegangsfolgeeinrichtung zu Wasser gelassen. Zusätzlich befindet sich noch ein kleineres motorisiertes Schlauchboot an Bord.

Dieses Modell ist das letzte Modell, an dem Peter Brandt bis kurz vor seinem Tod gearbeitet hat. Die begonnene Konstruktion wurde von Andreas Jacobsen liebevoll und im Sinne des bekannten Konstrukteurs fortgeführt und vollendet. Dieser Modellbogen wird in jedem Fall einen besonderen Platz im Sortiment des HMV einnehmen.

Vorserienmodell